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                                                      Herkunft der Sachsen

Die Sachsen sind ein westgermanischer Stammesverband, der sich vermutlich im 3. Jhd. bildete. Die Stämme der Chauken, Angrivarier und Cherusker, die sich zu den Sachsen zusammenschlossen, lebten schon im 1. Jahrhundert im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande. Das Siedlungsgebiet des Stammesverbandes umfasste grob die östlichen Niederlande, das heutige Westfalen, Niedersachsen mit Ausnahme des von Friesen bewohnten Landesteils, Holstein und den Norden von Sachsen-Anhalt. Der heutige Freistaat Sachsen (historisch auch Kursachsen bzw. Obersachsen) hat mit dem historischen Volk der Sachsen im niederdeutschen Sprachraum nichts gemein, außer dem Namen aufgrund historischer Namensverschiebungen.

                                                            Saxnot

Saxnot war einer der drei Hauptgottheiten der Sachsen. Sein Name leitete sich wohl von dem Sax, dem einschneidigen Kurzschwert der Sachsen ab, und meint soviel wie Schwertgenosse. Er entspricht aller Wahrscheinlichkeit nach dem Nordischen Gott Tyr.


































                                 Geschichtliche Daten der Sachsengeschichte
                                             zur Zeit unserer Darstellung


- 772 bis 804: Der Versuch der Einführung des Christentums in die größtenteils schon abhängigen Gebiete führte zu den mehr als dreißig Jahre dauernden Sachsenkriegen Karls des Großen. Eroberung der sächsischen Eresburg und Zerstörung des wichtigsten religiösen Zentrums der sächsischen Religion, der Irminsul. Der alte Glaube wird von den christlichen Okkupatoren als Heidentum betrachtet.
              
 - 775 Zweiter Feldzug der Franken. Eroberung der strategisch wichtigen sächsischen Sigiburg hoch über der Ruhr.
                                             
 - 777 beruft Karl eine erste fränkische Reichsversammlung in Paderborn ein, mitten im Land der vermeintlich besiegten Sachsen. Doch das gescheiterte Engagement Karls in Spanien lässt die Sachsen ihren Unabhängigkeitskampf unter der Führung Herzog Widukinds wiederaufnehmen.
                           
 - 785: Die Taufe des sächsischen Herzog Widukind leitet die Christianisierung der Sachsen ein.
                                                        
- 794: Entscheidende Schlacht auf dem Sintfeld. 
                                    
- 799 findet erneut eine Reichsversammlung in Paderborn als Machtdemonstration statt. Die Sachsen sind nun entgültig besiegt.

 - 804: Eingliederung der Sachsen in das Reich Karls des Großen.
                 
-  811 einigt sich Karl mit dem dänischen König auf die Eider als Grenzfluss. 

- Im 9. Jhdt Bildung des Herzogstums Sachsen, bestehend aus den Teilen Engern, Westfalen, Ostfalen und Nordalbingien. Mit Heinrich I. wurde 919 ein sächsischer Herzog deutscher König.



                                  Beckumer Stadtgeschichteauschnitt


Die Stadt Beckum liegt eingebettet in einer Hügellandschaft, umgeben von fruchtbaren Äckern, saftigen Wiesen und stattlichen Wäldern. Der Hügelzug um die Stadt herum, die Beckumer Berge, gehören zu den wenigen Erhebungen in der flachen Münsterländer Parklandschaft. Im Zentrum dieser Erhebung befindet sich eine Senke. Sie bildet in natürlicher Weise eine Quellmulde und ist Ursprung zahlreicher Bachläufe und Tümpel. Die Wasser sammeln sich hier und verlassen als Werse das Hügelland nach Westen, um in die Ems und schließlich in die Nordsee zu gelangen. Als bedeutendste Bachläufe sind der Kollenbach, der Lippbach und der Siechenbach zu nennen. Ihr geschlängelter Lauf ziert das Beckumer Stadtwappen: drei silberne Läufe auf rotem Grund.

Sie waren es auch, die der Stadt Beckum zu ihrem Namen verhalfen. Bekehem oder Bikehem, wie der Ort in alten Urkunden genannt wird, heißt nichts anderes als Bachheim - das Heim an den Bächen, wobei die Wortendung "-hem" oder "-heim" eine typisch karolingische Bezeichnung ist. Angelegt war dieses Bekehem an der Kreuzung zweier Handelswege, die von Münster nach Paderborn bzw. von Hamm über die Lippe nach Warendorf führten. Seit 1224 besitzt Beckum Stadtrecht. Jedoch schon viel früher lässt sich  anhand zahlreicher Funde eine Besiedlung auf Beckumer Boden feststellen. Drei Steinkistengräber aus der Jungsteinzeit, von denen eines im Süden der Stadt erhalten geblieben ist, gehören zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kultur in Westfalen.

Aus der fränkisch-sächsischen Zeit 600-800 n.Chr. wurden bedeutende Gräberfelder freigelegt. 1861 entdeckte man 61 menschliche Bestattungen in einem fränkischen Gräberfeld.

Noch größeres Interesse erregte das 1959 freigelegte Grab eines sächsischen Fürsten aus dem 7. Jahrhundert, der mit reichen Grabbeigaben versehen, beigesetzt worden war. Zwei kostbare Schwerter, ein Wurfspieß und reichverzierte goldene Beschläge lagen im Grab des Fürsten. Zu Füßen des Toten entdeckte man zehn Pferdeskelette.



                                                   Legende des Meinulf


(Meine Altsachsengeschichte, frei erfunden, dennoch geschichtlich so möglich gewesen)

Meinulf , geboren anno 755 als erster Sohn des Wulfgard und seiner Frau Meinhild. Mit seiner Frau  Irmlinde und seinen Söhnen Meinulf und Saxmut lebt er in einem Palas in Bekehem. Wegen seines geschickten Umgangs sowohl mit dem Schwerte als auch mit dem Worte wurde er vom Volk hoch geachtet. Anno 775 kam er als Edilman (Edelmann )  in Widukinds engsten Kreis. Mit Widukind  zog er in viele Schlachten gegen die Franken. Im Jahre 785 kam es zur Unterwerfung und zur Taufe Widukinds. Meinulf blieb trotz seiner Taufe weiterhin auch den alten Göttern treu. Er schloss sich im Jahr 792 den Aufständen gegen die Franken an. Diese Aufstände führten dann zu einem 10 Jahre dauernden Kleinkrieg, der mit der Unterwerfung der Sachsen endete.

Kontakt

Marian Marklein

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E-Mail: m.marklein@t-online.de